Donnerstag 22.11.2007

Nach einem 5-stündigen Flug landen wir in Luxor und fahren mit dem Bus zu unserem Nilschiff „EL FOSTAT“. Am Abend verlässt unser Schiff Luxor und die Flussfahrt nach Edfu beginnt. Hier ist auch die erste Übernachtung

Freitag 23.11.2007

Am Morgen besichtigen wir den Horus Tempel in Edfu. Anschließend legt das Schiff ab und führt uns nach Kom Ombo.

Wir genießen die wunderschöne Flussfahrt vom Sonnendeck des Schiffes aus.

 

Der Tempel von Kom Ombo ist wunderschön hoch oben auf einem Hügel gelegen. Die Aussicht auf den tiefblauen Nil, die grünen Felder und die goldfarbene Wüste ist spektakulär. Im Fluss sind einige kleine Inseln und Sandbänke, die einst den Krokodilen als Lebensraum dienten. Dem Krokodilsgott Sobek ist auch die östliche Tempelhälfte geweiht. Die westliche Hälfte ist dem Gott Heroeris geweiht. Der Tempel wurde während der Regierungszeit von Pfotemaeus VI bis Plolomaeus XIII errichtet. Die Überreste der alten Stadt Kom Ombo sind in der Nähe des Tempels zu finden. Die heutige Stadt Kom Ombo liegt 42 km nördlich von Assuan. Dort gibt es eine große Zuckerrohrfabrik. Neben Zucker werden hier auch Weizen und Baumwolle angebaut.

In der Umgebung von Kom Ombo wurden von 1963 – 1965 in 34 Dörfern 60.000 Nubier angesiedelt, die ihre Heimatdörfer durch die Fluten des Nassersees verloren haben.

Nach unserer Rückkehr verlässt das Schiff Kom Ombo und bringt uns nach Assuan, wo wir auch übernachten.

Samstag 24.11.2007

Heute geht es mit dem Bus zur Besichtigung des Philae Tempels, des Assuan Staudammes und des unvollendeten Obelisken.

 

Nach dem Bau des ersten Staudamms in Assuan stand der Isis Tempel auf der gleichnamigen Insel zur Hälfte unter Wasser. Eine Bootsfahrt um die herausragenden Teile des Tempels war zwar romantisch, doch die Substanz des Bauwerkes wurde angegriffen; die Farben im Säulensaal verschwanden.

Nach Fertigstellung des Saad el Ali Staudammes 1971 wäre der Tempel vollständig überflutet worden. Damit der Tempel nicht zerstört wird, wurde er auf die Nachbarinsel Agilika versetzt. Die Insel Philae ist endgültig in den Fluten des Nassersees versunken.

Der Haupttempel wurde von den Ptolomaern erbaut und ist der Göttin Isis und ihrem Sohn Harpokrates geweiht. Östlich des Haupttempel liegt ein der Hathor geweihtes Heiligtum. Am Ufer der Insel steht der Trajan Kiosk. Bemerkenswert sind seine verspielten Säulenkapitellen.

Am Abend schlendern wir in Assuan entlang der Uferpromenade und können so die Inseln und den Bootsverkehr beobachten. Anschließend besuchen wir den Basar. Schließlich heißt Assuan in der altägyptischen Sprache „Markt“.

Mit  einer Feluke erreichten wir bequem den Botanischen Garten, die so genannte „Lord Kitchener Insel“. Hier können wir die verschiedensten afrikanischen und asiatischen Tropenpflanzen bewundern. Wir machen einen Spazierrundgang durch sattes Grün vor dem nur einen Steinwurf entfernten Hintergrund der Wüste. Hier bieten viele kleine fliegende Händler bunte Ketten aus verschiedensten getrockneten Blüten an, die noch lange ihren Duft bewahren.

 

Am späten Nachmittag nehmen wir an einer Orientierungsfahrt durch die schöne Stadt Assuan teil, bummeln gemütlich über den Bazar und besuchen ein Kaffeehaus.

 

 

 

Sonntag 25.11.2007

Am frühen Morgen beginnt der Ausflug durch die Wüste nach Abu Simbel. Dort besichtigen wir den berühmten Felsentempel Ramses des II., sowie den seiner Lieblingsfrau Nefertari.

Selbst der kühlste Betrachter erschauert, wenn er von der Tempelfassade von Abu Simbel steht und auf die vier 20 Meter hohen Kolossalstatuen Ramses II blickt. Rames II. baute diesen Tempel an der äußersten Grenze Oberägypten zu Ehren von Amun-Re, dem Sonnengott, und Re-Harachte, dem Hüter des Eingangs zur Unterwelt. Außerdem diente er dem Kult des Ptah, dem Schöpfergott, und nicht zuletzt auch der Verehrung des Pharaos selbst. Die der aufgehenden Sonne zugewandten Kolossalstatuen stellen alle den Pharao dar, mit Frauen und Kinder zu seien Füßen. Die Fassade ist gekrönt mit einem Fries von Pavianen, den Symbolen der Weisheit, die der aufgehenden Sonne huldigen. Die Reliefs auf allen Wänden erzählen von den siegreichen Feldzügen und harten Strafmaßnahmen gegen seine Feinde und von den großzügigen Opfern des Pharaos an die Götter. Tief im Inneren, am Ende des Ganges, sitzt Rames II an der Seite der Götter, denen er diesen Bau widmete.

 

Neben dem prachtvollen Tempel, den ein Gottkönig für sich erschaffen ließ, findet man den kleineren Hathor-Tempel. Dieser Tempel ist insofern einzigartig, als er die Statuen einer Königin in gleicher Größe wie die des Pharaos an der Fassade trägt: Nefertari, einzige Lieblingsfrau Rames II. Dieser der Göttin Hathor geweihte Tempel ist in einem eher zurückhaltendem Stil errichtet. Er birgt jedoch unter vielen schönen Wandreliefs eine Darstellung der Aufnahme Nefertaris in den Kreis der Göttinnen und ihre Krönung durch Isis und Hathor.

Als man mit dem Bau des neuen Staudammes begann, mussten auch die Felstempel von Abu Simbel vor den Fluten des Stausees gerettet werden.

 

 

Hier erfolgte eine unvergleichbare Rettungsaktion der UNESCO. Es gelang, innerhalb weiniger Jahre den Tempel von Abu Simbel vollständig zu versetzen. Etwa 180 Meter weiter landeinwärts und 65 Meter höher als zuvor wurden die Tempel wieder aufgebaut. Da es nicht möglich war, den Felsen abzutragen, baute man ein Stützungsgerüst aus Stahlbeton, eine so genannte Stahlbetonkuppel. Sie ist weder vom Tempelinneren noch von außen sichtbar. Durch eine kleine Seitentür kann man jedoch in die Kuppel gelange und diese besichtigen. So ist dieses grandiose Denkmal des ägyptischen Altertums gleichzeitig ein Wunder unserer heutigen Zeit.

 

Am Nachmittag legt die MS EI Fostat in Assuan ab und begibt sich auf die Fahrt nach Esna. Wir erholen uns auf dem Sonnendeck und lassen die herrliche Nillandschaft an uns vorbei ziehen. Die Übernachtung ist in Esna.

 

 

Montag 26.11.2007

Am Morgen besichtigen wir zu Fuß den Chnum Tempel von Esna.

Esna ist ein kleines Landstädtchen am linken Ufer, das vor allem wegen des herrlichen Tempels des widderköpfigen Gott Chnum besucht wird. Der Tempel liegt ca. 9 Meter unter dem Straßenniveau am Ende einer Bazarstraße. Im Mittelalter gewann die Stadt als Karavanenstation und Marktplatz für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Umgebung eine gewisse Bedeutung und bescheidenen Wohlstand. Esan ist eines der Zentren des Koptischen Glaubens. In Esna befindet sich eine Schleuse und die Nilschiffe warten hier auf die Durchfahrt.

Nach der Rückkehr verlässt das Schiff Esna und fährt stromabwärts nach Luxor. Nachmittags bringt man uns per Bus zur Besichtigung des Luxor Tempels.

Die Stadt Luxor blickt auf eine lange Geschichte zurück. und war unter zahlreichen Namen bekannt. Als berühmte Metropole wurde die Stadt im Neuen Reiche (1552 – 1086 v.Chr.) unter dem Namen „Waset“ bekannt. Die Pharaonen bauten auf der Ostseite ihre Paläste und Tempel, die einst farbenprächtig bemalt waren. Durch die Gründung des Karnak Tempels für den Gott Amun stieg die Stadt zum geistigen und religiösen Zentrum Ägyptens auf. Das Westufer blieb dem Totenkult vorbehalten. Dort errichteten die Pharaonen ihre Totentempel und ließen ihre Gräber in den Fels schlagen.

Beispiel sind der Hatschepsut Tempel, die Memnonkolosse und die Gräber im Tal der Könige. In dieser Zeit lebten in „Waset“ übrigen 1 Millionen Menschen.

Ab der 21. Dynastie (ab 1086 v. Chr.) begann der Niedergang der Stadt, denn die Herrscher verlegten ihre Residenzen nach Unterägypten. Die Griechen bezeichneten die glanzvolle Hauptstat als das „Hundertorige Theben“. In der moslemischen Zeit wurde daraus „Al Uqsur“, die Stadt der Paläste. Aus diesem Namen entwickelte sich die heutige Bezeichnung „Luxor“. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich Luxor gleichzeitig mit dem Tourismus zu einer lebendigen Stadt entwickelt. Im Jahre 1900 hatte Luxor 11.000 Einwohner, heute leben in Luxor und dem Umland ca. 250.000 Einwohner.

Luxor liegt direkt am Ufer des Nils. Entlang der Corniche, der Niluferstraße liegen zahlreiche Hotels, wie zum Beispiel das berühmte Hotel Winter Palace, in dem Agatha Christie ihre Romane schrieb, das Luxor Museum mit seiner kleinen aber feinen Sammlung und der Luxor Tempel.

 

Dienstag 27.11.2007

Heute fahren wir mit dem Bus nach Theben West zur Besichtigung des Tals der Könige, der Memnon Kolosse und des Terrassentempels der Königin Hatschepsut.

Zusammen mit den Tempelanlagen von Luxor und Karnak gehören die Felsgräber und Totentempel von Theben West zu den eindrucksvollsten Beispielen der Ägyptischen Kultur und gleichzeitig zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes. Theben war im Mittleren und Neuen Reich Hauptstadt und religiöses Zentrum Ägyptens, eine blühende Metropole, die sich auf dem Gebiet des heutigen Luxor am Ufer des Nils ausbreitete. Die Stadt gegenüber, am westlichen Nilufer, lag die Totenstadt „Theben West“,. Sie wurde mehr als drei Jahrtausende genutzt. In der gewaltigen Nekropole wurden mit Ausnahme von Amenophis IV alle Pharaonen des Neuen Reiches bestattet, u.a. auch Tutanchamun, dessen Grab Howard Carter 1922 in unversehrtem Zustand entdeckte. In Theben West wurden erstmals Gräber und Totentempel voneinander getrennt. Die Toten bestattete man in bis zu 300m langen Felsengräbern, die sich in den Tälern der westlichen Wüste verstecken, die Tempel zu Ehren der Toten baute man am Übergang von fruchtbarem Flachland zur Wüste. In den nahen Dörfern und Gehöften wohnten die zahlreichen Arbeiter, die ihr Brot in der Nekropole verdienten.

Mittwoch 28.11.2007

Heute machen wir einen Ausflug zur Besichtigung der Tempelanlage von Karnak.

 

Der Monumentalkomplex umfasst drei durch Rohziegel voneinander getrennte Teile. Der mittlere Bereich (ca. 30 Hektar groß) ist der weitläufigste und besterhaltenste. Dieser war dem Gott Amun geweiht. Weiter südlich befindet sich das Gebiet der Göttin Mut, der Gattin Amuns, während sich im Norden auf 2,5 Hektar das Gebiet des Kriegsgottes Monto ausbreitet.

Der faszinierendste Teil der Tempelanlage von Karnak ist zweifelsohne der großartige Säulensaal mit 102 m Breite und  53 m Tiefe, wo 134 Säulen 23 Meter in die Höhe ragen.

In dieser weitläufigen Anlage mit verschiedenen Tempeln, heiligen Seen, Kapellen und von Sphinxen flankierten Prozessionswegen fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt.

Am Abend nach  einer Orientierungsfahrt durch die Kulturstadt Luxor besuchen wir die Ton & Lichtschau in der Tempelanlage von Karnak.

 

Donnerstag 29.11.2007

Heute ist Reisetag. Von Luxor bringt uns ein Inlandsflug nach Kairo.

 

Freitag 30. 11.2007

Heute stehen für uns zwei Punkte auf dem Programm. Am Morgen fahren wir zum Ägyptischen Museum. Das Ägyptische Museum in Kairo ist das weltweit größte Museum für altägyptische Kunst. Es enthält Werke aus verschiedenen Epochen der ägyptischen Kulturgeschichte. Am Nachmittag fahren wir zu den Pyramiden.

 

Die Pyramiden von Gizeh nahe Kairo gehören zu den bekanntesten Bauwerken der Menschheit. Nach der Zerstörung aller übrigen sechs Weltwunder der Antike sind sie als letzte erhalten geblieben.

Die Pyramiden wurden etwa 2600 v. Chr. Erbaut und haben eine Höhe von 146 m.

 

Der Große Sphinx von Gizeh ist der wohl berühmteste und größte Sphinx und ragt schon seit mehr als viereinhalb Jahrtausenden aus dem Sand der ägyptischen Wüste.

Er stellt einen sitzenden Löwen mit einem Menschenkopf dar und wurde in der 4. Dynastie circa 2700-2600 v. Chr. errichtet.

Die Figur ist circa 73,5 Meter lang, sechs Meter breit und circa 20 Meter hoch.

Allein die Vorderpfoten haben eine Länge von etwa 15 Meter.

Farbreste am Ohr lassen darauf schließen, dass die Figur ursprünglich bunt bemalt war.

 

 

 

 

 

 

 

Samstag 01.12.2007

Wieder ein Reisetag, an dem wir mit dem Bus durch die Wüste nach Makadi ans Rote Meer fahren.

Sonntag 02.12.2007. – Donnerstag 06.12.2007

Nach 7 Std. erreichten wir unsere Ferieanlage am Roten Meer. Hier sind mitten in der Wüste Hotelanlagen errichtet worden. Zurzeit entsteht hier ein riesiger Golfplatz mit künstlichem Wüstenambiente.

Mit der Hotelanlage JAZ Makadi Beach werden unsere Erwartungen erfüllt. Von unserem Balkon haben wir einen schönen Blick auf die Poollandschaft. Die Küche ist vom Feinsten und der Strand lädt zu langen Wanderungen ein.

Vom Strand ist es nur etwa 100 m bis zum nächsten Korallenriff. Im Hotel können wir Schnorchel und Schwimmflossen leihen um die wunderbare Unterwasserwelt zu bestaunen.

 

 

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